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13. September 2005

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Großeinsatz am Fischfluss-Canyon

Deutscher Tourist seit Freitag vermisst - Suche mit Hubschrauber und Soldaten

von Dirk Heinrich


Gestern Nachmittag kurz bevor die Suche
im Fischflluss-Canyon weiter ging:
Mitglieder der Polizei und der
namibischen Army werden von dem
Naturschutzbeamten Patrick Layne (im
Hintergrund) eingewiesen.
Foto: Sonia Noirfalise
Ohne Wasser stieg ein Tourist am Freitagmorgen zum Fuß des Fischfluss-Canyon hinunter. Oben wartete seine Frau vergeblich auf seine Rückkehr. Seit drei Tagen sind Angestellte des Umweltministeriums und der Canyon Lodge zu Fuß unterwegs. Selbst ein Hubschrauber beteiligte sich bisher erfolglos an der Suche.

Fischfluss-Canyon/Windhoek - Die Hilfe von 32 Soldaten der namibischen Armee und Polizisten aus Karasburg wurde am Sonntag angefordert, um weiter nach einem deutschen Touristen im Fischfluss-Canyon zu suchen. Seit Freitagabend sind Angestellte des Ministeriums für Umwelt und Tourismus und der Canyon Lodge im Süden des Landes im Einsatz, um den vermissten 63-Jährigen zu finden. Seit dem späten Samstagnachmittag wird auch ein Hubschrauber eingesetzt. Trotz intensiver Suche konnte bisher noch kein Erfolg verbucht werden.

Das deutsche Ehepaar Günther sei am Freitagmorgen zum Canyon gefahren. Beim Hikerspoint habe Manfred Günther gegen 10 Uhr beschlossen, zum Fuß des Canyons hinab zu steigen. Seiner Frau Uta sei der Weg zu steil gewesen und sie habe deshalb oben auf die Rückkehr ihres Mannes im Auto gewartet. Unten im Canyon soll der deutsche Tourist weitere Wanderer getroffen haben, die anscheinend noch ein Foto mit seiner Kamera von ihm machten. Als gegen Abend Besucher ein Fahrzeug mit einer Frau, welches am Canyonrand stand, beim Naturschutz meldeten, fuhr Ronnie Namupala dorthin, wo er die besorgte Touristin fand. Er habe sie zur Canyon Lodge gebracht, da es Sprachschwierigkeiten gab. Hier habe der Naturschutzbeamte von den Angestellten der Lodge erfahren, dass der Ehemann von seinem Abstieg in den Canyon noch nicht zurückgekehrt sei. ,,Ich wurde gegen 21 Uhr am Freitagabend von dem Verschwinden des Touristen benachrichtigt", sagte Patrick Layne, Hauptnaturschutzbeamter im Süden, der in Keetmanshoop stationiert ist. Im ersten Licht des nächsten Tages seien Angestellte des Umweltministeriums in dem Canyon auf Suche gegangen, wo sie Spuren gefunden, diese jedoch auf den Felsen verloren hätten. Inzwischen war Patrick Layne aus Keetmanshoop angekommen, der fortan die Suche koordinierte. ,,Vorsichtshalber habe ich in Windhoek einen Hubschrauber auf Abruf bereitstellen lassen. Wir fanden Spuren des Vermissten, die den steilen Hang hinauf führten, verloren diese jedoch sehr schnell wieder", berichtet Layne. Samstagmittag sei beschlossen worden, den Hubschrauber aus Windhoek kommen zu lassen, da sich die Verantwortlichen große Sorgen um das Leben des Vermissten machten. Es sei in den vergangenen Tagen sehr heiß im und beim Fischfluss-Canyon gewesen und der vermisste Mann sei ohne Wasser und Proviant abgestiegen. Unten im Fluss sei noch Wasser, aber die Befürchtung bestand, dass der Tourist wieder versucht habe, nach oben zu steigen.

,,Am Sonntag wurde die gesamte Strecke von nördlich des Hikerspoints bis nach Ai-Ais abgeflogen. Auch am oberen Rand des Canyons wurde gesucht", sagte ein Angestellter der Canyon Lodge. Weitere zwölf Männer hätten zu Fuß das Gebiet etliche Kilometer flussauf- und -abwärts abgesucht. ,,Es ist eine äußerst gefährliche Suche, da extrem schwierige Flugbedingungen im Canyon herrschen. Die Temperatur ist sehr hoch und starke Winde verlangen alles von dem Piloten", sagte der Leiter der Suchaktion gestern Nachmittag. Da auch die intensive Suche am Sonntag erfolglos verlief, bat der Naturschutzbeamte Layne die NDF (namibische Armee) und Polizei aus Karasburg um Hilfe. Gestern hätten sich 32 Soldaten und Polizisten neben den zwölf Angestellten des Naturschutzes und der Canyon-Lodge an der Suche beteiligt. Teilweise seien die Männer mit dem Hubschrauber an verschiedenen Stellen im Canyon abgesetzt worden. Bis gestern Mittag war der Vermisste noch nicht gefunden worden.

Naturschutzbeamte lobten die ausgezeichnete Zusammenarbeit und Hilfe der Canyon Lodge, deren Verantwortliche wiederum die ausgezeichnet gut organisierte Suche und den Einsatz der Naturschutzbeamten gegenüber der AZ betonten. ,,Hunderte Liter Wasser schafften die Canyon-Lodge-Angestellten für die Suchmannschaft an die verschiedenen Punkte am Canyon", sagte Layne und: ,,Ich hoffe, dass wir den Mann bald finden und er nur unter einem Felsen oder in einer Höhle Schutz vor der Hitze gesucht hat". Gestern Nachmittag konnte der Hubschrauber wegen starker Winde nicht eingesetzt werden.

 
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