Ausländische Rennfahrer Seite 1


Vorwort

1983 - Vaclav Lim/CSSR - Mehrfacher Tschechischer Meister

Zur "Formel1 des Ostens" gehören selbstverständlich die Rennfahrer aus den  weiteren damals sozialistischen Ländern, wie der CSSR, UdSSR und den Volksrepubliken Polen, Ungern, Rumänien und Bulgarien.

In diesen Ländern wurde, je nach Wirtschaftskraft, ebenso fieberhaft an der Weiterentwicklung der Renntechnik gearbeitet, wie in der DDR. Schon mit Beginn der 80er Jahre wurde in der CSSR die Öffnung zum Westen im Motorsport stärker forciert. Das erkannte man daran, dass die Rennveranstaltungen der westlichen Serien, wie z. B. die DTM auf Rennstrecken der CSSR ausgetragen wurden. Es war somit auch normal, dass die CSSR-Fahrer westliche Werbung auf ihren Rennwagen aufbrachten, was den DDR-Fahrern strengstens untersagt war.

Mit dem erwachenden politischen Frühling in der UdSSR, der generell eine Öffnung nach dem Westen bedeutete, wurde auch in der UdSSR zunehmend eine Unterstützung der Rennszene, insbesondere durch wirtschaftlich starke Unternehmen betrieben.

In den Ländern der CSSR und UdSSR wurde somit auf Augenhöhe mit den ostdeutschen Rennfahrern gearbeitet. Die anderen Länder liefen den technischen Neuheiten der drei führenden Länder somit hinterher. Immerhin wurden in diesen Ländern auch die sogenannten "Pokalläufe der sozialistischen Länder für Frieden und Freundschaft" ausgetragen.

Alles das gebar zwangsläufig exzellente Rennfahrer, die sich vor unseren Topfahrern wie Melkus, Kasper, Kramer, Siegert, Günther usw. nicht verstecken brauchten. Sie hatten den selben Spaß am schnellen Fahren, wie alle Anderen und so manch Einer träumte davon, von den Formel1-Scouten des Westens entdeckt zu werden. Während die Tschechen sauber fighteten, fuhren die sowjetischen Rennfahrer eher aggressiv, mit großem Kämpferherz und hoher Risikobereitschaft.

Das alles machte den Rennzirkus im Osten aus und belebte die Szene ungemein. Das lieferte den Zuschauern tolle Rennen, was bis ins Mittelfeld zu Freudenovationen führte. Der sportliche Wert überstieg die wirtschaftliche Gewinnsucht, die das Siegen unfair machte. 

Im Namen der deutschen Sportler danken wir unseren damaligen Sportfreunden für Ihre sportlichen Leistungen, ihre Kameradschaft und den Leistungsdruck, den sie bei uns erzeugten. Leider bestehen heute nur noch wenige Kontakte zu ihnen.

Möge diese Homepage vielleicht dazu beitragen, dass wir in den anderen Ländern gehört werden.

Best wishes to our former racers!

S přáním všeho nejlepšího pro naše bývalé závodníky!

С наилучшими пожеланиями для наших бывших гонщиков!

Najlepsze życzenia dla naszych byłych zawodników!

Cele mai bune urări pentru foștii noștri concurenti!

Най-добри пожелания към нашите бивши състезатели!

Fotos: Hendrik Medrow/Dr. Udo Dörr


1982 -Jan Vesely/CSSR

1982 - Jiri Micanek/CSSR


1982 - Dr. Csaba Asztalos (53)/VR Ungarn und der Este Raul Sarap/UdSSR auf einem Estonia 20X (Prototyp des Estonia21) haben es an der westlichen Spitzkehre der alten Moster Autobahn/CSSR nicht mehr geschafft herumzufahren und sind in die "Knautschzone" gerutscht. Dort sind sie sich begegnet.

1982 - Csaba Kesjar/VR Ungarn


1982 - Raul Sarap/UdSSR

Interessant die Technik bei einigen ausländischen Rennwagen. Die Vorderachsgestaltung war völlig anders.



1983 - Vaclav Lim/CSSR

Vaclav Lim bezeichnete man auch den "Melkus" der CSSR.

1983 - Jiri Moskal/CSSR


1983 - Jiri Moskal/CSSR

1983 - Jiri Cerva/CSSR


1983 - Jiri Cerva/CSSR

1983 - Karel Jilek/CSSR



1983 - Ondrej Dobrota/CSSR

1984 - Jerzy Masur/VR Polen


1984 - Jerzy Masur/VR Polen im Vordergrund

1984 - Jiri Cerva/CSSR


1984 - Gebrüder Jan (vorn) und Jiri Vesely (24)/CSSR

1984 - Zsoltan Stiller/VR Ungarn