Eine Hommage an den klassischen Motorsport und seine Protagonisten
Liebe Motorsportfreunde,
Motorsport als Lebensgefühl
"NUR FLIEGEN IST SCHÖNER!" war für viele Rennfahrer in der ehemaligen DDR mehr als nur ein Spruch – es war Ausdruck ihrer Leidenschaft und ihres Freiheitsgefühls. Der Rennsport bot ihnen die Möglichkeit, dem grauen Alltag zu entfliehen und in wenigen Sekunden Geschwindigkeiten zu erreichen, die für normale Autofahrer unerreichbar blieben. Es war das Anders sein, die Herausforderung und ein Stück Freiheit, die durch das damalige System noch verstärkt wurden.
Der klassische Motorsport: Technik und Können im Einklang
Diese Homepage widmet sich einer Zeit, in der der Motorsport noch vom Kampf „Mann gegen Mann“ geprägt war – mit nahezu gleichen technischen Voraussetzungen. Das Gleichgewicht zwischen Technik und fahrerischem Können war entscheidend. Der Leitspruch „Gewonnen wird in den Kurven“ beschreibt diese Epoche treffend: Der Sieg gehörte dem, der seine Technik beherrschte und mit Mut und Risikobereitschaft an den Start ging. Reifenwechselzeiten und Stallstrategien spielten keine Rolle; der Ausgang eines Rennens hing ausschließlich von der Leistung und dem Einsatz der Fahrer ab.
Geschichten und Anerkennung
Hinter den Kennzeichen der Rennfahrer verbergen sich hunderte spannende Geschichten, von denen ein Teil auf den folgenden Seiten erzählt wird.
Ein Journalist, der für einen Dokumentarfilm über den Motorsport im Osten recherchierte, brachte die Leistungen der Fahrer auf den Punkt: Ihr seid
Die Schumacher des Ostens!
Mit diesem Satz würdigte er die herausragenden Leistungen unter den damaligen Bedingungen – mehr Lob und Anerkennung konnte es nicht geben.
Dokumentation und Austausch
Diese Dokumentation bietet allen die Möglichkeit, ihre Archive zu optimieren, Kontakte zu knüpfen und das Wissen über den Motorsport in der ehemaligen DDR – insbesondere in den Jahren 1980 bis 1989 in den Klassen B8, später E1300/E1600 – zu vervollständigen. Sie soll auch denen eine Hilfestellung und Anregung sein, die die Motorsportgeschichte niederschreiben oder objektiv darüber berichten möchten. Viel Spaß beim Entdecken!
Das Archiv
In meinem Archiv befinden sich:
Fotos, Plakate, Videos, Prospekte, Autogrammbilder, Streckenpässe, Teilnehmerlisten, Technische Unterlagen, Ausschreibungsunterlagen und vieles mehr.
Aufruf zur Mitarbeit
Motorsportfreunde, Fans und Liebhaber sind eingeladen, in ihren Archiven nach Fotos und Geschichten zu suchen, die interessant und originell sind und diese Homepage bereichern könnten.
Erinnerungen an die Rennstrecken und ihre Helden
Erinnern wir uns:
Die Rennstrecken in Ostdeutschland, wie der Sachsenring , Schleiz (älteste Naturrennstrecke Europas) und Frohburg verlangten den Fahrern enorme Leistungen und Mut ab. Die Rennwagen erreichten Durchschnittsgeschwindigkeiten bis zu 165 km/h und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 265 km/h – auf leitplankenfreien Straßen. Zuschauerzahlen von über 300.000 pro Wochenende waren der Lohn für die harte Arbeit der Mechaniker und Fahrer, trotz geringer Unterstützung durch die Sportvereinigung. Sätze wie „Geht nicht, gibt’s nicht!“ symbolisierten den unermüdlichen Einsatz, während Ersatzteilmangel und Materialknappheit stets Einfluss auf Erfolg oder Niederlage hatten. Der Motorsport war damals ein Amateursport, in dem gleiche Voraussetzungen für alle Teilnehmer den sportlichen Wert „Mann gegen Mann“ prägten.
Die Meister und die Wegbereiter des DDR-Motorsports
Wir erinnern an die DDR-Meister, die hervorragende Leistungen gezeigt haben, sowie an die Rennfahrer, die die Rennsportgeschichte bis 1989 mitgestalteten: Hans-Dieter Kessler, Heinz Siegert, Jürgen Meißner, Volker Worm, Manfred Günther, Helga Heinrich-Steudel, Manfred Kuhn, Peter Schwalbe, Henrik Opitz, Lutz Blütchen, Stefan Perner, Nils-Holger Wilms, Dietmar Isensee, Wolfgang Krug und viele andere.
Ehrung der Verstorbenen
Besonders gedenken wir jenen, die im Motorsport ihr Leben ließen oder bereits verstorben sind. In tiefer Ehrfurcht verbeugen wir uns vor Ulli Melkus, Bernd Kasper und Frieder Kramer.
Familien und Helfer: Das Rückgrat des Sports
Nicht zuletzt soll auch an die Familien der Rennfahrer und die ehrenamtlichen Monteure erinnert werden, die mit großem zeitlichem und finanziellem Aufwand den Motorsport ermöglichten. Sie waren mit ihren Fahrern ein Team, ein Herz und eine Seele.